SKW Schwarz erstmalig mit einem eigenen Panel auf dem Reeperbahnfestival

02.10.2019

Das Reeperbahnfestival in Hamburg ist in inzwischen Europas wichtigstes Branchentreffen zum Thema Musik. SKW Schwarz hat das diesjährige Reeperbahnfestival (18.09.-21.09.2019) nun zum ersten Mal mit einer eigenen Panelveranstaltung begleitet. Der Titel der Panelveranstaltung im ONYX-Hotel war „Transparenz 3.0 - Where's The Money?“.

Die Umsätze der Musikbranche sind erneut gut. Das Nutzungsinteresse der Verbraucher und der Nutzungsumfang von Musik steigen weiter. Die Verwertung erfolgt fast ausschließlich durch digitale Distributoren und Plattformen wie Spotify und Youtube. Eine hohe Nutzungsintensität mit kleinen Margen führt aber in der aktuellen digitalen Vertriebsstruktur regelmäßig zu hohen Erträgen der digitalen Distributoren und Plattformen und unangemessenen niedrigen Erträgen bei den Rechteinhabern bzw. Kreativen.

Vor diesem Hintergrund ging es darum, mit Branchenexperten einen Status Quo und gleichzeitig eine Vision für die Themen „angemessene Vergütung“ und „Value Gap“ herauszuarbeiten. Diskutiert wurde darüber, welche technisch-organisatorischen, strukturellen und juristischen Rahmenbedingungen benötigt werden, um die digitale Transformation noch weiter zu befördern und zukünftig eine angemessene, transparente Vergütung für Künstler, Autoren, Labels und Verlage zu gewährleisten. Auf dem Panel beteiligten sich an der Diskussion – dies teilweise mit eigenen Initialvorträgen - die Hamburger Künstlerin Mia, Guido Evers, Geschäftsführer der GVL, Thomas Theune, Direktor Sendung und Online der GEMA, Frank Fenslau, Co-Founder des Labels We are Diamond und Dr. Eberhard Kromer, SKW-Partner und Musik- und Medienanwalt. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Götz Schneider-Rothhaar, ebenfalls Partner von SKW Schwarz und Musik- und Medienanwalt.

Das Interesse an der Veranstaltung war außergewöhnlich hoch. Titel und Thema hatten offensichtlich viele Konferenzteilnehmer des Reeperbahnfestivals angesprochen. Auch diverse Entscheider aus der Branche haben die Veranstaltung besucht und sich mit Fragen intensiv eingebracht. Ergebnis einer engagiert geführten Diskussion war, dass zwar sowohl die Verwertungsgesellschaften GEMA und GVL, als auch andere Player in der Musikbranche als Impulsbranche auch mit hohen Investitionen schon einen großen Schritt bei der digitalen Transformation gegangen sind, die gesetzliche Vorgabe einer angemessenen Vergütung aber heute noch nicht annähernd erfüllt ist. Es wird daher erforderlich sein, im Rahmen der digitalen Auswertung nicht nur noch größere technische Anforderungen zu erfüllen, sondern dafür Sorge zu tragen, dass die umfangreichen Nutzungen tatsächlich erfasst und zumindest in Summe auch angemessen vergütet werden. Darüber hinaus braucht es neu und anders strukturierte Vereinbarungen bspw. zwischen den Labels und Künstlern. Hier existieren gerade in den Bereichen Dance und Hip-Hop bereits progressivere, transparentere und bereits erfolgreich gelebte Vertrags- und Vergütungsmodelle mit kurzen Laufzeiten und transparent abgerechneten Beteiligungen. In der Breite sind diese Vereinbarungen aber noch nicht angekommen.

Es war eine sehr gelungene Veranstaltung mit hochkarätigen Panelteilnehmern und einem ebenfalls hochkarätigen Publikum. Nach der Veranstaltung hat SKW Schwarz die Panelteilnehmer und die Besucher des Panels noch zu einem Get-Together im Foyer des ONYX-Hotel eingeladen. Auch hier wurde dann noch intensiv zu den Themen gespochen. Insgesamt war die Veranstaltung somit ein voller Erfolg.