Smart City

Städte sind die gesellschaftlichen und ökonomischen Zentren der Zukunft. Die damit verbundenen Potenziale sind enorm: Die Stadt als Lebens- und Wirtschaftsraum wird effizienter, nachhaltiger und lebenswerter als je zuvor.

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Städte sind die gesellschaftlichen und ökonomischen Zentren der Zukunft. Allein in Europa leben heute 550 Millionen Menschen im urbanen Raum. Bis 2025 wird ihre Zahl nochmals um 13 Millionen wachsen. Zugleich verwandelt sich die Stadt im digitalen Zeitalter zu einem feinmaschigen Netzwerk, in dem alles mit allem verbunden ist. Nirgendwo wird die Vision einer vollständig vernetzten Welt realer. Die damit verbundenen Potenziale sind enorm: Die Stadt als Lebens- und Wirtschaftsraum wird effizienter, nachhaltiger und lebenswerter als je zuvor.

Viele deutsche Metropolen haben den Trend erkannt und die Smart City zum programmatischen Ziel in der Stadtentwicklung gemacht. Der Berliner Senat hat eine Smart-City-Strategie verabschiedet, mit der man nicht nur eine „smarte“ Verwaltung anstrebt, sondern auch in den Handlungsfeldern Wohnen, Mobilität, Infrastruktur und öffentliche Sicherheit die Richtung vorgibt. Mit der Initiative „Digitale Stadt Düsseldorf“ setzt man in der Rheinmetropole schwerpunktmäßig auf Neue Medien, Telekommunikation und Dateninfrastruktur. Ähnliches verfolgt Hessen mit seiner Digitalstrategie. Auch die bayrische Landeshauptstadt arbeitet an einer Leitlinie „Smart City München“. Hamburg geht als Welthafenstadt mit dem Smart-Port-Konzept noch einen Schritt weiter. Es bewegt sich tatsächlich viel in Deutschlands Städten, wenngleich die Entwicklungen erst am Anfang stehen.

Beispiel Smart Mobility
Sharing, E-Mobility und autonomes Fahren sind die Kernprinzipien der Mobilität von morgen. Die Fülle an Carsharing-Anbietern und Plattformbetreiber wie Uber sind prominente Beispiele für neue Geschäftsmodelle, die Mobilität nach dem Netzwerkprinzip gestalten. Immer mehr Start-ups und Kommunen arbeiten an Innovationen für den innerstädtischen Verkehr. Der Datenaustausch zwischen Verkehrsteilnehmern, Fahrzeugen und der sie umgebenden Infrastruktur bestimmt die Zukunft der Mobilität: Ein sich selbst steuerndes System der Ad-hoc-Verfügbarkeit, der Echtzeitverkehrsplanung und der reibungslosen Übergänge von einem Transportmittel zum anderen.

Beispiel urbane Logistik
Die zunehmende Digitalisierung bis hin zur autonomen Steuerung von Supply Chains auf Basis von Kundendaten bildet die Basis, um Städte schnell, effizient und CO2-neutral mit Waren und Services zu versorgen. Die Paketzustellung in den Pkw-Kofferraum über einen schlüssellosen Zugang ist nur ein Beispiel dafür, wie durch die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologie völlig neue, branchenübergreifende Business-Ökosysteme entstehen.

Vernetzte Städte als Informations-Hubs
Für die Förderung von Innovation, Transparenz und Partizipation in Städten steigt die Bedeutung offener Daten. Langfristig werden Behörden zu Dienstleistern, die ihre Verwaltung, das Datenmanagement sowie die Kommunikation mit Bürgern und Unternehmen über eine City Data Cloud abwickeln und nach dem Open-Data-Prinzip innovative Mehrwertdienste schaffen. Städte werden so zu vernetzten Informations-Hubs. Von der virtuellen Eheschließung bis hin zu Online-Wahlen bieten sie neue Möglichkeiten der Beteiligung, Entbürokratisierung und öffentlichen Sicherheit. Zugleich zeigen die bisherigen Erfahrungen mit den modernen technischen Formen des Verwaltungshandelns, dass die technologischen Möglichkeiten den rechtlichen Rahmensetzungen immer mehrere Schritte voraus sind.

Intelligente Stadtentwicklung
Wohin eine Stadt sich selbst entwickeln will, wird aber nicht allein von der Politik oder der Verwaltung bestimmt. Immer öfter partizipieren privat organisierte Gruppen am sozialen und wirtschaftlichen Geschehen. Business Improvement Districts in fast allen Großstädten zeigen, wie die Anlieger von Geschäftsstraßen sich „ihre“ Stadt vorstellen. Und es funktioniert. Initiativen für fahrradfreundliche oder barrierefreie Städte werden heute besser und professioneller umgesetzt als noch vor wenigen Jahren. Die Pluralität der Stadt ist deshalb nicht nur das Ziel, sondern zugleich der Motor urbanen Fortschritts.

Faire Teilhabe, ökologische Vernunft und rechtliche Grenzen
Urbanisierung hatte seit jeher positive wie negative Effekte auf das Leben in der Stadt. Die Risiken einer ungeregelten Entfesselung technischer Möglichkeiten waren Anfang des 20. Jahrhunderts zwar andere als heute. Doch dass bei der nächsten Stufe der urbanen Transformation hin zur Smart City ökologische Aspekte wie Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Energieeffizienz im Mittelpunkt stehen, zeigt, dass dies nicht zum Selbstzweck geschieht, sondern zum Wohle der Bewohner. Nicht zuletzt deshalb tun Städte gut daran, ihre Bürger in die „smarte“ Weiterentwicklung einzubeziehen.

Die Bewirtschaftung knapper Güter in der Stadt, insbesondere des öffentlichen Raumes, der Grünflächen sowie des kulturellen Erbes ist einerseits begrenzt, andererseits schaffen diese Grenzen Anreize für kreative Ideen und neue Businessmodelle auf Basis digitaler Vernetzung und neuer Technologien. Insofern werfen Smart-City-Innovationen bislang unbeantwortete juristische Fragen auf. Dabei handelt es sich längst nicht mehr um einzelne, rechtlich klar abgrenzbare Probleme. Wie alle disruptiven Entwicklungen betreffen auch Smart-City-Konzepte eine Vielzahl juristischer Disziplinen, die ineinander übergehen und deshalb einen ganzheitlichen 360-Grad-Ansatz erfordern.

Die hier vorgestellten Zukunfts- und Innovationsthemen wurden in Kooperation mit dem Zukunftsinstitut erarbeitet. Als einer der einflussreichsten Thinktanks der europäischen Trendforschung untersucht das Zukunftsinstitut kontinuierlich den Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft.

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